Raus aus dem Kaufrausch!

Warum kaufen wir so viel, und warum macht es uns nie anhaltend zufrieden?


Vorweg: Sich Dinge leisten zu können die Nutzen haben, die uns das Leben erleichtern, und welche, die uns einfach das Leben verschönern, das ist es nicht, was uns in Unzufriedenheit bleiben lässt. Und ich will hier nicht den Konsum an sich, ohne den unsere Volkswirtschaft ja gar nicht funktionieren würde, in ein schlechtes Licht stellen.


„Rausch“ bedeutet, nicht Herr der Sinne zu sein, nicht bewusst und selbstgesteuert zu handeln, und genau da setzt die Werbung und der Einzelhandel an. Wir merken es nicht, weil wir aus der Angewohnheit, aus der Erziehung heraus kaufen. Antrainiert durch unsere Großeltern und Eltern, und den Konzernen, der Wirtschaft. Durch den Wirtschaftsboom nach dem 2. Weltkrieg bis heute.

Wissenschaftlich ist erwiesen, das uns der Kauf nur ca. 6 Sekunden in Glücksgefühlen schwelgen lässt. Danach sind wir gleich wieder auf der Suche nach dem Nächsten.

Und wenn das neue Teil erstmal in unser Zuhause eingezogen ist, ist es auch gleich gar nicht mehr so besonders, wie vor dem Kauf. Schon mal bemerkt? Das heißt, eigentlich hätten wir den Kauf lassen können, es macht Zuhause angekommen keinen wirklichen gefühlten Unterschied.

Mal ganz ehrlich. Bei mir war es so, dass ich Dinge gekauft habe, weil ich sie einfach SCHÖN fand. Ich bin ein visueller Mensch, und umgebe mich gern mir schönen Dingen. Und es werden ja auch wirklich viele schöne Dinge fortlaufend produziert. Das Zweite worauf ich häufig angesprungen bin, war qualitativ hochwertiges zum Schnäppchenpreis zu ergattern. Und wenn ich mich in die „Höhle des Löwen“ begebe, finde ich natürlich auch immer etwas was mich anspricht, was meinen „Kauf-Trigger“ aktiviert, also wäre eine Möglichkeit einen anderen Zeitvertreib zu finden.

Andere Konsum-Trigger sind Frust, Sorgen, Neid, Gruppenzwang, Gewohnheit, Schnäppchenjagd, Langeweile, Selbstwertmangel, Unzufriedenheit, Gefühl von Leere, u.v.m..

Jetzt stellt sich die Frage, wie können wir wieder Herr unserer Sinne sein, bewusst und selbstgesteuert handeln und konsumieren?


Diese vier Punkte helfen ein Bewusstsein für Besitz zu erlangen. Denn wenn wir wissen welche schönen Dinge uns bereits umgeben, können wir anhaltend zufrieden sein.

1. Inventur

Wenn ich weiß wie viel ich besitze, wenn ich mir dessen bewußt bin, kaufe ich nicht ein 35. T-Shirt.

2. Bedarfs-Liste

Wenn ich aufschreibe, was ich tatsächlich brauche. Egal ob ich dann gezielt danach suche, oder es mir durch Zufall vor die Augen kommt.

3. Wunsch-Liste

Wenn ich aufschreibe, was ich mir Wünsche, ist es auch etwas besonderes wenn ich es dann bekomme.

4. Finanzen planen

Wenn ich ein festes Budget im Monat für Konsum zur Verfügung habe, kann ich planen und auch mal sparen, um zum Beispiel 2 Mal im Jahr im Sale einzukaufen, oder vierteljährlich für eine neue Saison, oder mir mal ein teureres Teil zuzulegen.


Fragen dazu? Du weißt nicht, wo du anfangen sollst? Dann schreib mir gern.


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